Makita DGA511Z vs. Bosch GWS 18V-10: Akku-Winkelschleifer im Vergleich
| Merkmal | Makita DGA511Z | Bosch Professional GWS 18V-10 |
|---|---|---|
| Akkuspannung | 18 V | 18 V |
| Scheibendurchmesser | 125 mm | 125 mm |
| Leerlaufdrehzahl | 3.000–8.500 min⁻¹ | 9.000 min⁻¹ |
| Drehzahl regelbar | Ja | Nein |
| Motor | Bürstenlos | Bürstenlos |
| Spindelgewinde | M14 | M14 |
| Max. Ausgangsleistung | 660 W | – |
| Max. Schnitttiefe | 29 mm | – |
| Kickback-Schutz | AFT | KickBack Control |
| Wiederanlaufschutz | Ja | Ja |
| Schnellbremse | – | Fast Brake |
| Drop Control | – | Ja |
| Besonderheiten | ADT, AFT, XPT, Sanftanlauf | KickBack Control, Drop Control, Fast Brake |
| Akku-System | Makita LXT 18 V | Bosch Professional 18V System / AMPShare |
Die Angaben basieren auf den technischen Herstellerinformationen. Nicht direkt vergleichbare oder vom jeweiligen Hersteller nicht ausgewiesene Werte wurden bewusst nicht gleichgesetzt.
Makita DGA511Z: Viel Kontrolle durch variable Drehzahl
Der Makita DGA511Z ist ein 18-V-Akku-Winkelschleifer aus dem bekannten Makita LXT System. Er arbeitet mit Scheiben bis 125 mm und erreicht eine elektronisch einstellbare Leerlaufdrehzahl von 3.000 bis 8.500 min⁻¹.
Genau diese Drehzahlregelung ist einer der größten Unterschiede zum Bosch GWS 18V-10.
Statt permanent mit maximaler Drehzahl zu arbeiten, lässt sich der Makita an unterschiedliche Anwendungen und Materialien anpassen. Das macht den DGA511Z besonders interessant für Anwender, die ihren Winkelschleifer nicht ausschließlich zum schnellen Trennen einsetzen.
Makita gibt eine maximale Ausgangsleistung von 660 W und eine maximale Schnitttiefe von 29 mm an.
ADT: Makita passt die Leistung automatisch an
Neben der manuellen Drehzahlregelung besitzt der Makita DGA511Z die sogenannte Automatic torque Drive Technology – ADT.
Während des Betriebs reguliert die Elektronik die Drehzahl automatisch entsprechend der Belastung, um eine passende Leistung für die jeweilige Arbeit bereitzustellen.
Damit kombiniert Makita zwei interessante Funktionen: Der Anwender kann die gewünschte Drehzahl einstellen, während ADT die Leistungsabgabe während der Arbeit zusätzlich an die Belastung anpasst.
AFT schützt bei blockierendem Werkzeug
Eine weitere wichtige Funktion ist AFT – Active Feedback sensing Technology.
Blockiert das Werkzeug während der Arbeit, erkennt das System den plötzlichen Drehzahlabfall und stoppt den Motor.
Gerade bei einem leistungsfähigen Winkelschleifer ist ein solcher Schutz relevant, da ein plötzliches Blockieren der Scheibe zu einem Rückschlag führen kann.
Zusätzlich verfügt der DGA511Z über Wiederanlaufschutz und Sanftanlauf.
XPT für anspruchsvolle Arbeitsbedingungen
Makita stattet den DGA511Z außerdem mit XPT – Extreme Protection Technology aus.
Das System soll den Schutz gegen Staub und Spritzwasser bei Arbeiten unter anspruchsvollen Bedingungen verbessern.
Das ist besonders auf Baustellen oder bei Arbeiten im Außenbereich interessant, wo Elektrowerkzeuge regelmäßig Staub und Feuchtigkeit ausgesetzt sein können
Bosch GWS 18V-10: Fokus auf Leistung und Sicherheit
Der Bosch Professional GWS 18V-10 arbeitet ebenfalls mit 18 V und 125-mm-Scheiben.
Im Gegensatz zum Makita DGA511Z besitzt der normale GWS 18V-10 allerdings keine variable Drehzahlregelung. Seine Leerlaufdrehzahl liegt bei 9.000 min⁻¹.
Bosch positioniert das Modell als leistungsfähigen Akku-Winkelschleifer für professionelle Anwendungen. Laut Hersteller erreicht der bürstenlose Motor eine Leistung, die mit einem 1.000-W-Netzgerät vergleichbar ist. Bosch nennt außerdem 66 % mehr Leistung und 30 % längere Laufzeit gegenüber dem älteren GWS 18V-LI.
Wichtig dabei: Die 1.000 W sind eine von Bosch angegebene Vergleichsleistung zu einem kabelgebundenen Gerät und deshalb nicht direkt mit den von Makita ausgewiesenen 660 W maximaler Ausgangsleistung gleichzusetzen.
KickBack Control, Fast Brake und Drop Control
Eine besondere Stärke des Bosch GWS 18V-10 liegt bei den integrierten Sicherheitsfunktionen.
KickBack Control
Die KickBack Control soll bei einem plötzlichen Blockieren des Werkzeugs reagieren und damit das Risiko eines unkontrollierten Rückschlags reduzieren.
Das Grundproblem ist vergleichbar mit dem, auf das Makita mit seiner AFT-Technologie reagiert.
Fast Brake
Mit Fast Brake setzt Bosch zusätzlich auf ein schnelles Abbremsen des Werkzeugs.
Nach dem Ausschalten wird die Scheibe schneller gestoppt, sodass der Winkelschleifer nach der Arbeit früher sicher abgelegt werden kann.
Drop Control
Eine interessante Besonderheit ist die Drop Control.
Das System erkennt laut Bosch einen Sturz des Werkzeugs und schaltet den Winkelschleifer automatisch ab.
Zusammen mit Wiederanlaufschutz und KickBack Control bietet der GWS 18V-10 damit ein umfangreiches Paket elektronischer Schutzfunktionen.
Drehzahl: Hier hat der Makita DGA511Z einen klaren Vorteil
Bei der Drehzahl unterscheiden sich beide Maschinen besonders deutlich.
Der Makita DGA511Z arbeitet mit:
3.000–8.500 min⁻¹
Der Bosch GWS 18V-10 arbeitet mit:
9.000 min⁻¹
Die maximale Drehzahl des Bosch liegt damit etwas höher. Makita bietet dafür einen wesentlich größeren Einstellbereich.
Wer hauptsächlich trennen und mit hoher Drehzahl arbeiten möchte, benötigt eine Drehzahlregelung nicht unbedingt.
Wer dagegen unterschiedliche Materialien und Schleifarbeiten mit verschiedenen Drehzahlen bearbeiten möchte, erhält mit dem DGA511Z mehr Flexibilität.
Bei der Drehzahlkontrolle liegt der Vorteil deshalb beim Makita DGA511Z.
Sicherheit: Unterschiedliche Konzepte mit ähnlichem Ziel
Beide Hersteller investieren viel in elektronische Sicherheits- und Kontrollfunktionen, setzen dabei aber unterschiedliche Schwerpunkte.
Makita bietet beim DGA511Z:
- AFT
- Wiederanlaufschutz
- Sanftanlauf
- elektronische Drehzahlregelung
- ADT
- XPT
Bosch bietet beim GWS 18V-10:
- KickBack Control
- Fast Brake
- Drop Control
- Wiederanlaufschutz
Vor allem Fast Brake und Drop Control sind interessante Argumente für Bosch. Makita punktet dagegen mit der Kombination aus AFT, ADT und variabler Drehzahl.
Einen pauschalen Sieger gibt es in dieser Kategorie daher kaum – entscheidend ist, welche Funktionen für die eigene Anwendung wichtiger sind.
Makita LXT oder Bosch Professional 18V – das Akku-System entscheidet mit
Beim Kauf eines Akku-Winkelschleifers sollte nicht nur das einzelne Gerät betrachtet werden.
Mindestens genauso wichtig ist die Frage:
Welche Akkus sind bereits vorhanden?
Der Makita DGA511Z gehört zum Makita LXT 18V System. Wer bereits Makita LXT Akkus und Ladegeräte besitzt, kann diese vorhandene Plattform für zahlreiche weitere kompatible Makita Werkzeuge nutzen.
Der Bosch GWS 18V-10 gehört zum Bosch Professional 18V System. Bosch gibt an, dass seine Akkus innerhalb der entsprechenden Voltklasse mit neuen und bereits vorhandenen Bosch Professional Werkzeugen kompatibel sind; das Gerät wird zudem im AMPShare-System geführt.
Wer bereits mehrere Geräte eines der beiden Systeme besitzt, sollte diesen Vorteil bei der Kaufentscheidung unbedingt berücksichtigen.
Ein Wechsel der Akku-Plattform kann schließlich zusätzliche Kosten für Akkus und Ladegeräte verursachen.
Welcher Winkelschleifer eignet sich besser zum Trennen?
Für klassische Trennarbeiten sind beide Modelle gut aufgestellt: Beide verwenden 125-mm-Scheiben, arbeiten mit 18 V und besitzen einen bürstenlosen Motor.
Der Bosch erreicht mit 9.000 min⁻¹ eine etwas höhere maximale Leerlaufdrehzahl und Bosch positioniert ihn ausdrücklich mit einer Leistung auf dem Niveau eines 1.000-W-Netzgeräts.
Makita erreicht maximal 8.500 min⁻¹, bietet dafür ADT und eine variable Drehzahlregelung. Die maximale Schnitttiefe gibt Makita mit 29 mm an.
Für regelmäßige Trenn- und Schrupparbeiten mit Fokus auf hohe Leistung ist der Bosch deshalb besonders interessant.
Wer Trennarbeiten mit unterschiedlichen Schleif- und Bearbeitungsaufgaben kombiniert, profitiert stärker von der Flexibilität des Makita.
Welcher Akku-Winkelschleifer eignet sich besser zum Schleifen?
Beim Schleifen wird die variable Drehzahl des Makita DGA511Z besonders interessant.
Nicht jede Anwendung verlangt nach maximaler Drehzahl. Die Möglichkeit, zwischen 3.000 und 8.500 min⁻¹ zu wählen, gibt dem Anwender mehr Kontrolle über die Arbeitsgeschwindigkeit.
Der Bosch GWS 18V-10 arbeitet dagegen mit festen 9.000 min⁻¹.
Wer häufig unterschiedliche Schleifarbeiten erledigt und Wert auf eine anpassbare Drehzahl legt, hat mit dem Makita DGA511Z den flexibleren Winkelschleifer.
Makita DGA511Z oder Bosch GWS 18V-10 – welcher passt zu wem?
Makita DGA511Z ist besonders interessant für:
Anwender, die einen vielseitigen 18-V-Winkelschleifer zum Trennen und Schleifen suchen und Wert auf eine regelbare Drehzahl legen.
Auch für Besitzer anderer Makita LXT 18V Geräte ist der DGA511Z eine logische Ergänzung des vorhandenen Akku-Systems.
ADT, AFT, XPT und die Drehzahlregelung machen ihn besonders interessant, wenn mit wechselnden Materialien und Anforderungen gearbeitet wird.
Bosch GWS 18V-10 ist besonders interessant für:
Anwender, die einen leistungsorientierten professionellen 125-mm-Akku-Winkelschleifer mit umfangreichen Sicherheitsfunktionen suchen.
KickBack Control, Fast Brake und Drop Control sind starke Argumente für den Bosch.
Wer bereits Bosch Professional 18V Akkus verwendet, kann den Winkelschleifer außerdem direkt in sein bestehendes Akku-System integrieren.
Makita DGA511Z vs. Bosch GWS 18V-10: Vor- und Nachteile auf einen Blick
Makita DGA511Z
Vorteile:
- variable Drehzahl von 3.000 bis 8.500 min⁻¹
- ADT zur automatischen Anpassung an die Belastung
- AFT bei blockierendem Werkzeug
- bürstenloser Motor
- Sanftanlauf und Wiederanlaufschutz
- XPT gegen Staub und Spritzwasser
- großes Makita LXT 18V Akku-System
Zu beachten:
- maximale Drehzahl etwas niedriger als beim Bosch
- Akku und Ladegerät sind bei der Solo-Version DGA511Z nicht enthalten
Bosch Professional GWS 18V-10
Vorteile:
- 9.000 min⁻¹ Leerlaufdrehzahl
- bürstenloser Motor
- KickBack Control
- Fast Brake
- Drop Control
- Wiederanlaufschutz
- Bosch Professional 18V System
Zu beachten:
- keine variable Drehzahl beim normalen GWS 18V-10
- wer eine Bosch-Variante mit einstellbarer Drehzahl sucht, muss andere Modelle wie den GWS 18V-10 SC betrachten.
Makita DGA511Z oder Bosch GWS 18V-10?
Beide Akku-Winkelschleifer gehören zur professionellen 18-V-Klasse und eignen sich für anspruchsvolle Trenn- und Schleifarbeiten. Welches Modell die bessere Wahl ist, hängt deshalb weniger von einem einzelnen Leistungswert als vom geplanten Einsatz ab.
Der Makita DGA511Z überzeugt vor allem durch seine Vielseitigkeit. Die regelbare Drehzahl von 3.000 bis 8.500 min⁻¹ kombiniert mit ADT und AFT bietet viel Kontrolle bei unterschiedlichen Anwendungen.
Der Bosch Professional GWS 18V-10 setzt einen anderen Schwerpunkt. Mit 9.000 min⁻¹, bürstenlosem Motor sowie KickBack Control, Fast Brake und Drop Control richtet er sich an Anwender, denen hohe Leistung und umfangreiche elektronische Sicherheitsfunktionen besonders wichtig sind.
Für vielseitige Schleif- und Trennarbeiten mit variabler Drehzahl hat der Makita DGA511Z die Nase vorn. Für Anwender, die besonderen Wert auf Sicherheitsfunktionen und eine hohe feste Arbeitsdrehzahl legen, ist der Bosch GWS 18V-10 eine interessante Alternative.
Und nicht zuletzt sollte das bereits vorhandene Akku-System die Entscheidung beeinflussen: Wer schon mehrere Makita LXT Akkus besitzt, fährt mit dem DGA511Z meist wirtschaftlicher. Für bestehende Bosch Professional 18V Nutzer gilt das entsprechend für den GWS 18V-10.